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08.01.2019
Von: Der Neue Tag, 08.01.2019

Musikreise mit Herz und Esprit

Die Jugendblaskapelle spielt sich in die Herzen des Publikums. Über 600 Zuhörer genießen eine gelungene Programmauswahl für jeden Geschmack in vollen Zügen.

Mitreißend und fetzig rockte das Orchester bei "Westernhagen Live". Alle gaben ihr Bestes und die Posaunen dazu "Vollgas"!

Dem Hörgenuss auf der Spur! Souverän und musikalisch überzeugend führte Dirigent Markus Ferstl "sein" Orchester durch das abwechslungsreiche Konzertprogramm.

Bläsermusik vom Feinsten boten die über 90 Musiker. Mit dem "Milky-Way-Express" eröffnete das bestens aufgelegte Orchester mit Dirigent Markus Ferstl einen fulminanten Abend. Der Express startete seine Reise bei einer Blechbläserfanfare und trug alle Hoffnungen und Träume mit sich. Er verließ die Umlaufbahn und tauchte ein in die Tiefen des Weltalls. Die "Passagiere" erlebten einen Moment des Heimwehs, als das Raumschiff sich durch die Milchstraße wagte. Die Komposition von Hayato Hirose erreichte den Höhepunkt, als das Schiff wieder zur Erde zurückkehrte.

Durch Raum und Zeit
Eine melodienreiche Zeitreise durch Raum und Zeit über die Entstehung des Steirischen Vulkanlandes boten die Instrumentalisten beim Werk von Otto M. Schwarz "Terra Vulcania". Zu erleben waren ungestüme Naturgewalten, die die Landschaft formten, friedliche Zeiten des Wachstums, politische Wirren und Not. Beim Ankommen in der Gegenwart konnte das Ohr des Zuhörers ein Land voller Lebenskraft mit vielversprechender Zukunft erkennen. Als Stück in "romantischem Klanggewand" offenbarte sich das "Lied ohne Worte." Diese Aussage stammt vom Komponisten Rolf Rudin über seine melodische Etüde. Moderatorin Nadine Plößl meinte hierzu, dass es einer gewissen inneren Ruhe bedürfe, um es zu genießen. "Also schütteln Sie alle Hektik ab, atmen Sie ein paar Mal tief durch, machen Sie die Augen zu und lassen Sie sich dann einfach von der Musik davontragen", forderte sie das Publikum auf.

Bei dem Medley "Highlights der Klassik" waren Auszüge aus bekannten Werken von Tschaikowsky, Mozart, Beethoven und Rossini zu hören. In den teils wuchtigen, rasanten oder sanften Melodien waren zeitlose Superhits zu erkennen, die jeder schon einmal gehört und im Gedächtnis behalten hat.
Die lebhafte und fröhliche "Alvamar Overture" von James Barnes versprühte in der Folge gute Laune und neue Energie. Hier bewahrheitete sich der Wahlspruch der Kapelle "Musik mit Herz und Schwung ist unsere Stärke". Danach war das Publikum so richtig in Fahrt für den "Hochachtungsmarsch" von Herbert Pixner. Das war am Ende des ersten Teils noch ein Schmankerl für die Liebhaber schmissiger Blasmusik.
Das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Karin Raab eröffnete nach der Pause mit dem Medley "Harry Potter" und verblüffte die Zuhörer mit dem Werk "Die Wahl zum Tier des Jahres Null" von Karin Karle. Das Singspiel war eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Kinderchor Nabburg unter der Regie von Jonathan Brell. Letztlich gewann der Esel den Platz an der Krippe der Heiligen Familie mit dem Jesuskind.

Unvergessene Ohrwürmer

Mit dem Operetten-Medley "Im weißen Rößl" übernahm wieder das Konzertorchester die Bühne und servierte manch unvergessenen Ohrwurm. Mitreißend, fetzig rockte im Anschluss das Ensemble bei "Westernhagen Live", einem Popmusik-Potpourri. Heiter im Programm ging es weiter mit Hasen, Flaschengeistern, Katzen, Mäusen und sogar mit einem Panther im Filmmusik-Medley "Bugs Bunny and Friends". Der Marsch "Euphoria" war genau der richtige Schlusspunkt. Bei so vielen begeisterten Gästen war klar, dass es ohne Zugaben nicht ging.


© Jugendblaskapelle Nabburg e.V. 2019